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Feuerlauf für Kinder und Jugendliche geeignet

Mittwoch, 26. August 2009 10:56

Feuerlauf für Kinder und Jugendliche geeignet
Eine häufige Frage ist die, ob unsere Feuerläufe für Kinder und Jugendliche geeignet sind. Die Antwort lautet: Ja!

Kinder und Jugendliche nehmen regelmäßig an unseren Feuerläufen Teil. Sie werden von uns aktiv in das Geschehen mit einbezogen und können Aufgaben und Rollen übernehmen, wenn sie möchten. Die abwechslungsreiche und spannende Vorbereitung fesselt Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen. Doch auch für die Kinder und Jugendlichen gilt: sie gehen nur, wenn sie es selber wollen. Wir achten besonders darauf, dass jeder Teilnehmer aus eigener, freier Entscheidung über die Glut geht. Ein Nein ist ein Nein und wird respektiert und geachtet. Eine 12jährige antwortete Wochen nach dem Feuerlauf auf die Frage, wie es ihr gehe: “Entscheidiger!”

Für Familien ist der Feuerlauf oder Scherbenlauf ein besonderes Ereignis. Eltern und Kinder beobachten sich neu in einem ungewohnten Verhalten, gehen neu aufeinander zu und entdecken Seiten an sich und anderen, die bisher wenig Beachtung fanden. Für die Eltern kommt es zu dem Moment, die eigenen Kinder für den Augenblick des Feuerlaufes loszulassen und zu vertrauen, was auch für die Kinder mitunter ein starkes Erlebnis ist.

Das gemeinsame Erlebnis des Feuerlaufes schweißt Familien zusammen. Von Familien, die gemeinsam teilgenommen haben, wurde uns berichtet, dass eine neue Sprache entsteht, und sich ein gestärktes Gefühl von Gemeinsamkeit und Achtsamkeit entwickelt, das lange über den Feuerlauf hinaus bestehen bleibt.

Thema: nach dem Feuerlauf, quer und kontrovers, Themen | Kommentare (0) | Autor: admin

Geschützt: Warum wir zum Anzünden kein Benzin oder Spiritus verwenden

Dienstag, 7. Juli 2009 21:30

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Feuerlauf: Temperatur entscheidet nicht alleine

Dienstag, 9. Juni 2009 17:56

Beim Feuerlaufen geht es nicht nur um die Temperatur, sondern auch um andere physikalische Größen geht. So spielen die Wärmeleitfähigkeit und Wärmekapazität ebenfalls eine wichtige Rolle.

Auf manchen Websites wird von 400 bis über 1000 Grad Celsius gesprochen. Bei unseren Messungen mit einem Infrarot-Thermometer haben wir selbst bei dichter Buche oder Eiche maximal 750 Grad gemessen. Allerdings erfasst ein Infrarot-Thermometer die Oberflächentemperatur des Holzes, und nicht die Temperatur der verbrennenden Gase, die aus dem Holz austreten. Die verbrennenden Gase sind sicher heißer, was allerdings für uns unerheblich ist, da wir ja in direkten Kontakt mit der Glut treten, also eher keine brennenden Gase da sind.

Wärmekapazität
Die Wärmekapazität beschreibt, wieviel Wärmeenergie ein Stoff speichern kann (genauer gesagt, wieviel Energie (gemessen in Joule) ich zuführen muss, damit 1kg um 1Grad erwärmt). Sie ist eine Materialkonstante. Verschiedene Stoffe speichern unterschiedlich viel Energie (so wie Festplatten: gleich groß, aber unterschiedliche Speicherkapazität / sorry, blöder Vergleich ;-) ).
Während Eisen 0,46 kJ/(kg.K)speichert, hat Holz 2,30 und Wasser 4,18 kJ/(kg.K) gespeichert. Wasser speichert ca. 9 mal so viel Eneregie, wenn es sich um die selbe Grad-Zahl erwärmt wie Eisen. Oder anders gesagt, Eisen wird ca. 10 mal schneller heiß als Wasser.
Um 1 kg Wasser um 1°C zu erwärmen (von 14,5°C auf 15,5°C), sind 4187 J erforderlich. Das ist so viel Energie, das man damit auch 1kg Wasser von null auf 329km/h beschleunigen könnte! (mv2/2=4187 J -> Geschwindigkeit v=91,5m/s=329km/h). Das ist aber nicht der Grund, warum manche Feuerläufer so schnell über die Glut flitzen.

Aber warum fühlt sich dann Eisen heißer an als Wasser oder Holz bei gleicher Temperatur?

Wärmeleitfähigkeit
Hierbei geht es darum, wie gut ein Stoff die Wärmeenergie weiterleiten kann. Sie ist also ebenfalls eine Materialkonstante. Unterschiedliche Stoffe, z.B. Holz, Glas oder Eisen, leiten Wärme unterschiedlich gut weiter und geben sie unterschiedlich gut/schnell an andere Stoffe ab, mit denen sie in Kontakt stehen, ab.
Ein Beispiel: Wir können uns ohne Probleme in ein Auto setzen, dass im Sommer im Inneren auf 70 bis 80 Grad aufgeheizt worden ist. Natürlich ist das unangenehm, aber wir tragen keine Verbrühungen davon. Halten wir hingegen unsere Hand in 80 Grad heißes Wasser, verbrühen wir uns und haben Schmerzen, da Wasser die Wärmeenergie viel schneller und besser an unsere Haut abgibt als Luft. Ebenso der Ledersitz, auf den wir uns im heißen Auto setzen, der sich richtig heiß anfühlt, obwohl er etwa die gleiche Temperatur wie die Raumluft hat.
Umgekehrt gilt das auch. Wenn Sie z.B. auf eine Stuhl mit Stahlgestell sitzen, fühlt sich das Stahlgestell kälter an als der Stoffbezug, obwohl beide die gleiche, nämlich Raumtemperatur haben. Der Stahl leitet die Wärme aus Ihrer Hand schneller ab als der Stoffbezug, was uns der Körper mit einem Kältegefühl signalisiert. Etwas als heiß zu empfinden bedeutet nicht unbedingt eine höhere Temperatur, sondern auch eine höhere Übertragung von Wärmeenergie.

Beim Feuerlauf gehen wir über Holz. Auch wenn dieses glüht, überträgt es weniger schnell Wärmeenergie als eine Herdplatte aus Eisen. Während glühendes Holz mit vielleicht 600 Grad “begehbar” ist, würde eine Herdplatte mit 600 Grad in kürzester Zeit so viel Wäreenergie übertragen, dass es unweigerlich zu Verbrennungen käme, ganz gleich, wie Sie sich mental vorbereiten. Denn Holz hat eine Wärmeleitfähigkeit von ca. 0,14, Eisen dagegen 80 W/(m·K) (!). Eisen leitet also die Wärmeenergie 572 mal schneller an den Fuß ab als das glühende Holz.

Das ist der Grund, warum die Herdplatten beim Guinness-Rekord nicht die Temperatur (135 Grad) hatten wie die Glut beim Feuerlauf (ca. 400-600 Grad). Aber Sie wissen jetzt auch, dass es trotzdem ganz schön weh tun kann!

Von Kahunas, den Huna-Priestern auf Hawaii, wird berichtet, sie würden über glühende Lava barfuß gehen. Bisher habe ich dazu keine Primärquellen gefunden (z.B. Augenzeugenberichte), und kann dazu nichts sagen.

Längenausdehnung bei Erwärmung – Ihre Schuhe werden Ihnen noch passen!
Stoffe, die erwärmt werden, dehnen sich aus. Dies muss z.B. beim Bau von Brücken und Gebäuden berücksichtigt werden. Ein 1 Meter langer Eisenstab verlängert sich um ganze 6 Millimeter, wenn er von 0 Grad auf 50 Grad Celsius erwärmt wird. Das kann Brücken zum Einsturz bringen!
Wasser, unser Körper besteht zu über 90% aus Wasser, dehnt wesentlich weniger aus. Ein Fuß der Schuhgröße 45 wird beim Feuerlauf, bei dem er sich vielleicht von 37 Grad auf 57 Grad aufheizt, gerade mal 0,0013 Millimeter länger. Ihre Schuhe werden Ihnen also nach einem Feuerlauf ganz sicher noch passen.

Hier gibt es mehr Hintergrundinfos zum Feuerlauf

Thema: quer und kontrovers | Kommentare (0) | Autor: admin

Der nächste Top-Hit für’s Feuer

Freitag, 5. Juni 2009 23:31

Je verrückter, skurriler und abgedrehter, um so besser für’s Feuerlaufen! Das gilt auch für unsere Musik. Der aktuelle Song von Emiliana Torrini hat das Zeug zum Top-Feuer-Song. Ich find ihn richtig schnuckelig-lustig:


:-D DD

Thema: Medien, quer und kontrovers, Videos Bilder MP3 | Kommentare (0) | Autor: admin

Ach, so Kuschelseminare

Mittwoch, 3. Juni 2009 17:46

Gelegentlich werde ich im Zusammenhang mit Feuerlauftrainings mit dem Begriff “Kuschelseminar” oder “Wellness-Seminar” konfrontiert, das an der Wirklichkeit vorbei geht. Sind wir realitäsferne Sozialromantiker? Im Gegenteil! Wer genau hin schaut stellt fest, dass sich komplette Konjunkturpakete zusammenkuscheln ließen! Ein ungehobelter Kommentar:

“Ach, so Kuschelseminare sind das also…” war das Feedback eines Personalleiters auf die Darstellung meiner Trainings hin.

Die Frage ist, was ist die Alternative? Was denn, wenn nicht Kuschelseminare? Wir-sind-furchtbar-motiviert-und-stellen-keine-Fragen-Trainings? Auf-die-Fresse-hau-Seminare? So-mache-ich-meine-Kollegen-nieder-Seminare? Also was?

Was denn, wenn nicht Sozialromantik?
Harte Realität: das Leben ist kein Zuckerschlecken, survival of the fittest, Macht des Stärkeren, Faustrecht. Man braucht ja nur hin schauen – Kinder kommen schon so auf die Welt – so ist die Welt. Was kommt als nächstes? Primae noctis – das Recht auf die erste Nacht mit der Braut? Und der Arbeitgeber vetreten durch den Personalchef – ich sehe es schon vor mir.

Nicht ganz so abstrus, aber ein bischen schon, gel? Über 70% der deutschen Arbeitnehmer macht Dienst nach Vorschrift. Warum wohl?! Nein, nicht wegen primae noctis…

Ich habe Jahre gebraucht, um so zu werden
“Um Abteilungsleiterin zu werden, musste ich mich gegen zwei Dutzend Männer durchsetzen, die sich benehmen wie die Schweine und keine Gelegenheit augelassen haben, mich zu treffen. Ich musste hart werden und hart arbeiten. Als ich es geschafft hatte, musste ich mich behaupten und mich gegen meine ehemaligen Kollegen als Führungskraft durchsetzen. Die haben nur darauf gewartet, mir das Leben schwer zu machen! Und jetzt soll ich wieder… was?? Ich habe Jahre gebraucht, um so zu werden!” Der Mitarbeiterin eines Versicherungskonzerns stockt der Atem.

Nein, das geht nicht zusammen – Kuschelseminare und Machotum. “Das ist unser Spiel seit Jahren – und wir werden es weiter spielen!” antwortete mir einst ein Beamter im gehobenen Dienst. Dabei ging es konkret um eskalierte Konflikte in seinem Wirkungs- und Verantwortungsbereich.

Gleichgültigkeit tötet. Andere.
Dieser Graffiti-Spruch aus den 80ern bringt es auf den Punkt. Es gibt keine Alternative dazu, Konflikte zu bearbeiten und jeder Form von Gewalt eine Abfuhr zu erteilen. Warum?

Weil wir in zunehmendem Maße selbstbestimmt leben und im selben Maße das Konfliktpotenzial wächst. Weil unsere Welt enger und voller wird, und es daher immer schneller dazu kommen wird, das uns einer den Blues gibt. Weil die Ressourcen begrenzt sind – auch die des Humakapitals. Weil die Verluste untragbar hoch sind, und es eine simple Alternative gibt: lernen, konstruktiv zu streiten.

Anstatt die Mobber zu befördern und als Vorzeige-Alphatiere zu bewundern, sollten wir die kompetenten und loyalen Mitarbeiter behalten. Das dies nicht nur sozialromantisch, sondern auch gewinnsteigernd ist, haben verschiedenen Studien belegt, und vor allem Unternehmen in der Praxis bewiesen.

Locker ein Konjunkturpaket zusammengekuschelt
Wer behauptet, dies sei eine offenbare Realität, die Arbeitswelt ist eine gewalttätige Welt, in der Macht, Wilkür und Unrecht das Sagen haben, erhebt sozialen Entwicklungsrückstand zum Naturprinzip. Unser Unwille, den konstruktiven Umgang mit Konflikten zu lernen, lassen wir uns jährlich über 150 Milliarden Euro kosten – nur in Deutschland (Quelle: Institut der dt. Wirtschaft, AOK, BZgA). Da bekämen wir locker ein Konjunkturpaket zusammengekuschelt! Dabei ginge es nicht darum, wie die Hippies auf der grünen Wiese in den Armen zu liegen, sonder entstehende Konflikte ernst zu nehmen (statt davon zu laufen), anzupacken (statt liegen zu lassen) und kooperativer als bisher zu bearbeiten (zuzuhören statt besser wissen) – noch nicht mal Konflikte abschließend zu lösen!!

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Für den Glauben auf die Strasse
Kath. Kirche und CSU im Vergleich

Mittwoch, 3. Juni 2009 12:34

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stadtmission

Es ist schon fast ein Suchbild – wer wirbt hier eigentlich für wen? “Von Wegen zu Gott” ist das Motto der diesjährigen Stadtmission in Regensburg. “Von Wegen zu Gläubigen” handelte das, was sich am Einkaufszentrum in der Hornstrasse am 15.05.09 abspielte. Die Gemeinde Albertus-Magnus hatte ihren Stand auf dem Parkplatz vor dem Edeka-Center aufgebaut. Mit viel Engagement, aber auch bayerischem Brauchtum, wenn es um die Diskussion von Glaubensfragen geht: Bier und Blasmusik. Drogen und bewegte Luft also. Gesucht wurde “das lockere Gespräch über „Gott und die Welt” mitten in der Stadt” (Zitat: Homepage der Stadtmission)

Zur Klarheit: mein Sohn singt hier im Kinderchor – was ich sehr unterstütze, da ich die dort geleistete, konkrete Arbeit sehr schätze. Auch glaube ich, dass es dringend an der Zeit ist, dass sich die Amtskirche wieder auf die Gläubigen zu bewegt, auch wenn es dabei zu bizarren Bildern kommt. So hat man, wie zu sehen ist, viel Geld für proffessionelle Medien ausgegeben und gibt sich in der Medienauswahl und Bildsprache sehr modern. Allerdings scheint man sich vom Alleinstellungsanspruch nicht richtig gelöst zu haben: “naja, machen wir mal ‘n bisserl Werbung, haben es zwar nicht nötig, so Gott nah wie wir sind, aber die Kirchen werden ja immer leerer..” Alleinstellung eben – im diesem Falle der hauptberuflichen Glaubensvertreter.

Kirche als Produkt: Benedikt statt Benefit
Es steigt einem das Unbehagen in den Kragen, wenn man nur daran denkt, das, will man sich so wie im Bild den Menschen nähern, Marketingaspekte wie Werbedruck-Analyse, Positionierung und Abgrenzung (USP), Corporate Design, “Standpersonal als Erfolgsfaktor” und nicht zuletzt das zentrale Nutzenversprechen, der Benefit, in Verbindung mit Kirche geklärt gehört. Nein, so weit will man es nicht treiben, wo bliebe die Ehrfurcht vor Gott. Obwohl, Sponsoring und Product Placement hat man offensichtlich schon drauf.

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